Validierungsförderung

Die Validierungsförderung der Stiftung Charité unterstützt die geförderten Projektteams bei der Überführung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung („from bench to bedside“).

Die Validierungsphase setzt ein, nachdem in der Grundlagenforschung oder der anwendungsorientierten Forschung Ergebnisse erzielt worden sind, die vermuten lassen, dass daraus später neue Wirkstoffe, Diagnostika, Medizinprodukte oder Dienstleistungen für die Behandlung von Patienten entstehen könnten. Bevor diese Erfindungen und Ideen in die klinische Entwicklung und Anwendung überführt werden können, müssen sie hinsichtlich ihrer medizinischen Machbarkeit und ihres wirtschaftlichen Potentials überprüft oder „validiert“ werden.

Die Stiftung Charité möchte Forschern und Ärzten der Charité dabei helfen, ihre in der Forschung entwickelten Theorien und Ideen zu verifizieren oder zu falsifizieren („proof of concept“) – durch die Herstellung und Erprobung von Prototypen, die Konzeption und Ausführung von Schlüsselexperimenten, die Organisation erster klinischer Studien oder andere Zwischenschritte, die in dieser Orientierungsphase sinnvoll erscheinen. 

Gefördert werden Projekte der angewandten Forschung, die in der Charité – Universitätsmedizin Berlin oder in mit ihr kooperierenden Einrichtungen durchgeführt werden. Fachgutachter und eine Jury wählen jedes Jahr Projekte aus, die in einer Größenordnung von 1.000-50.000 EUR gefördert werden.

Im Jahr 2015 wurden die Mittel aus der Validierungsförderung als SPARK Funds im Rahmen des neuen Programms "SPARK Berlin" vergeben. Das SPARK-Programm hat ein berühmtes Vorbild. Die Universität Stanford (USA) konnte in den vergangenen Jahren mit einer gleichnamigen Initiative einen enormen Schub bei der Übertragung von Forschungsergebnissen in innovative Diagnosemöglichkeiten und neue Wirkstoffe erzielen. Weitere Informationen unter: www.spark-bih-berlin.org

 

Geförderte Projekte

2015

  • Projekt: Entwicklung eines Medikaments für Patientinnen und Patienten mit neuropathischen Schmerzen
    Antragsteller: Dr. Christiane Wetzel, Prof. Dr. Gary Lewin (MDC)
  • Projekt: Suche nach neuen Behandlungsmethoden für Menschen mit seltenen Autoimmunerkrankungen
    Antragsteller: PD Dr. Karolin Krause, Prof. Dr. Marcus Maurer (Charité)
  • Projekt: Aufbau einer Plattform, mit der T-Zell-Rezeptoren für bestimmte Immuntherapien isoliert werden können
    Antragsteller: Felix Lorenz, Dr. Elisa Kieback, Inan Edes, Julian Clauss (MDC)

2011

  • Projekttitel: Virtuelle Realität für die Medizin - Eine modulare Plattform für Diagnostik und Rehabilitation in Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie
    Antragsteller: Prof. Dr. Andreas Meisel, Prof. Dr. York Winter
  • Projekttitel: Brustkrebsgewebeklassifikation mit Maschinelles-Lernen-basierter computergestützter Bildanalyse
    Antragsteller: PD Dr. Frederick Klauschen, Prof. Dr. Carsten Denkert
  • Projekttitel: RFID und Patientensicherheit in der Versorgung mit Blutprodukten und Medikamenten
    Antragsteller: Dr. Michael Notter

2010

  • Projekttitel: AngioPulse: Personalisierte Antepulsation als neuer Therapieansatz bei der Schaufensterkrankheit
    Antragsteller: PD Dr. med. Ivo Buschmann
  • Projekttitel: Agonistische Autoantikörper gegen den Angiotensin II Typ 1 Rezeptor (AT1R-AA) als Marker für Diagnostik und therapeutisches Monitoring bei Non-HLA-Antikörper vermittelten akuten Nierentransplantatabstoßungen
    Antragsteller: Prof. Dr. Duska Dragun
  • Projekttitel: Entwicklung nicht invasiver pränataldiagnostischer Tests mit Hilfe von neuen Biomarkern
    Antragsteller: Dipl. Ing. Julian Kamhieh-Milz
  • Projekttitel: Durchflusszytometrische Urinanalyse als Ersatz der Nierenbiopsie und zum verbesserten Monitoring von Patienten mit Lupusnephritis
    Antragsteller: Dr. Philipp Enghard, Prof. Dr. med. Gabriela Riemekasten