Validierungsförderung

Die Förderung des Transfers vom Labor in die klinische Versorgung und die Verbesserung der Rahmenbedingung für Innovationen und unternehmerisches Denken gehören seit ihrer Gründung zur Aufgabe der Stiftung Charité. Im Jahr 2010 wurde zu diesem Zweck unter anderem die Validierungsförderung eingeführt. Sie dient dazu, an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und ihren Partnereinrichtungen aktiv die Überführung von Forschungsergebnissen in neue Wirkstoffe, Diagnostika, Medizinprodukte oder Dienstleistungen für die Behandlung von Patienten zu unterstützen. Die Validierungsförderung setzt dabei zu einem frühen Zeitpunkt des möglichen Transferprozesses an. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit potenten Forschungsergebnisse werden dabei gefördert, die klinische Anwendbarkeit, die technologische Machbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial zu überprüfen.

Seit 2015 führt die Stiftung Charité ihre Validierungsförderung in enger Partnerschaft mit SPARK Berlin durch. SPARK Berlin bietet ein umfangreiches Trainings- und Mentoringprogramm für Vorhaben, die das Potenzial für eine Erfindung haben. Vorbild für diese Angebote ist das 2006 an der Universität Stanford (USA) aufgebaute und dort seither sehr erfolgreiche SPARK-Programm.

Im Jahr 2017 ist die Validierungsförderung der Stiftung Charité im Validierungsfonds von Berlin Health Innovations, dem gemeinsamen Technologietransfer des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung und der Charité – Universitätsmedizin Berlin, aufgegangen und verstetigt.

Den Wissens- und Technologietransfer in den Berliner Lebenswissenschaften fördert die Stiftung Charité darüber hinaus auch mit den Innovator Grants im Rahmen der Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt.

 

Geförderte Projekte

2017

  • Projekt: Drug repurposing for a topical inflammasome inhibition in contact dermati-tis
    Antragsteller:  Dr. Karoline Krause, Dr. Jörg Scheffel, Dr. Anna Smorodchenko, Prof. Marcus Maurer
  • Projekt: Device for ready-prepared surgi-cal knots
    Antragsteller: Dr. Panagiotis Fikatas, Prof. Dr. Igor-Maximilian Sauer
  • Projekt: Inhibitors of ribosome assembly
    Antragsteller: Dr. Rainer Nikolay, Prof. Dr. Christian Spahn, Sabine Schmidt, Prof. Dr. Elke Deuerling
  • Projekt: AAV gene therapy for treatment of temporal lobe epilepsy
    Antragsteller: Prof. Dr. Regine Heilbronn, Prof. Dr. Christoph Schwarzer

2015

  • Projekt: Entwicklung eines Medikaments für Patientinnen und Patienten mit neuropathischen Schmerzen
    Antragsteller: Dr. Christiane Wetzel, Prof. Dr. Gary Lewin (MDC)
  • Projekt: Suche nach neuen Behandlungsmethoden für Menschen mit seltenen Autoimmunerkrankungen
    Antragsteller: PD Dr. Karolin Krause, Prof. Dr. Marcus Maurer (Charité)
  • Projekt: Aufbau einer Plattform, mit der T-Zell-Rezeptoren für bestimmte Immuntherapien isoliert werden können
    Antragsteller: Felix Lorenz, Dr. Elisa Kieback, Inan Edes, Julian Clauss (MDC)

2011

  • Projekttitel: Virtuelle Realität für die Medizin - Eine modulare Plattform für Diagnostik und Rehabilitation in Neurologie, Psychiatrie und Neuropsychologie
    Antragsteller: Prof. Dr. Andreas Meisel, Prof. Dr. York Winter
  • Projekttitel: Brustkrebsgewebeklassifikation mit Maschinelles-Lernen-basierter computergestützter Bildanalyse
    Antragsteller: PD Dr. Frederick Klauschen, Prof. Dr. Carsten Denkert
  • Projekttitel: RFID und Patientensicherheit in der Versorgung mit Blutprodukten und Medikamenten
    Antragsteller: Dr. Michael Notter

2010

  • Projekttitel: AngioPulse: Personalisierte Antepulsation als neuer Therapieansatz bei der Schaufensterkrankheit
    Antragsteller: PD Dr. med. Ivo Buschmann
  • Projekttitel: Agonistische Autoantikörper gegen den Angiotensin II Typ 1 Rezeptor (AT1R-AA) als Marker für Diagnostik und therapeutisches Monitoring bei Non-HLA-Antikörper vermittelten akuten Nierentransplantatabstoßungen
    Antragsteller: Prof. Dr. Duska Dragun
  • Projekttitel: Entwicklung nicht invasiver pränataldiagnostischer Tests mit Hilfe von neuen Biomarkern
    Antragsteller: Dipl. Ing. Julian Kamhieh-Milz
  • Projekttitel: Durchflusszytometrische Urinanalyse als Ersatz der Nierenbiopsie und zum verbesserten Monitoring von Patienten mit Lupusnephritis
    Antragsteller: Dr. Philipp Enghard, Prof. Dr. med. Gabriela Riemekasten