Preisträger 2019

Drei innovative Projekte der Charité mit dem Max Rubner-Preis 2019 ausgezeichnet

Der Vorstand der Stiftung Charité, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, überreichte beim Neujahrsempfang der Charité am 15. Januar 2019 den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Max Rubner-Preis. Unter den 37 eingereichten Projekten wurden von der Expertenjury drei Projekte für den Innovationspreis für Veränderer an der Charité ausgewählt.

Projekttitel: Training and Empowering the Next Generation of lnvestigators in Translational Research and Clinical Development of Cell and Gene Therapies

Antragsteller: Prof. Dr. Mohamed Abou El-Enein

Prof. Dr. Mohamed Abou El-Enein, Leiter der Klinischen Entwicklung am Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien BCRT, und sein Team erhielten die Auszeichnung für ihr Projekt „Training and Empowering the Next Generation of lnvestigators in Translational Research and Clinical Development of Cell and Gene Therapies”. Ziel des mit 26.400 Euro geförderten Vorhabens ist, schon die Studierenden an der Charité mit der Entwicklung modernster medizinischer Therapien vertraut zu machen. Dazu haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein interaktives Curriculum ausgearbeitet, das die Studierenden über den Prozess von der Idee bis zur Zulassung sogenannter Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs) informiert. ATMPs sind Arzneimittel für neuartige Therapien und umfassen innovative Ansätze wie Gen- und Zelltherapien zur Behandlung schwerer, bisher nicht therapierbarer Krankheiten. Das Trainingsprogramm soll perspektivisch im Rahmen des Modellstudiengangs Medizin angeboten werden und das Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer Karriere in der Translationen Medizin wecken.

Projekttitel: Medical Allround-Care Service Solutions II (MACSS II)

Antragsteller: Prof. Klemens Budde, Dr. Wiebke Düttmann-Rehnolt, Dr. Fabian Halleck, Matthias Kurz, Danilo Schmidt

Für das Softwareprojekt „Medical Allround-Care Service Solutions II (MACSS II)“ wurde das Team um Prof. Dr. Klemens Budde, Leitender Oberarzt der Medizinischen Klinik m. S. Nephrologie und Internistische Intensivmedizin am Campus Charité Mitte, ausgezeichnet. Es erhält für die Weiterentwicklung des telemedizinischen Vorläuferprojekts MACSS eine Anschubfinanzierung in Höhe von 51.000 Euro. Die Software ermöglicht es nierentransplantierten Patientinnen und Patienten, ihre Vital- und Laborwerte über eine App von zu Hause aus mit dem Telemedizinteam der Charité sowie den betreuenden niedergelassenen Medizinern zu teilen. Umgekehrt erhalten die Patientinnen und Patienten ihren Medikationsplan und werden an die nötige Medikamenteneinnahme erinnert. Das Forschungsteam möchte mithilfe der Förderung erreichen, dass potenziell alle Fachabteilungen der Charité ihre chronisch kranken Patientinnen und Patienten telemedizinisch unterstützen können.

Projekttitel: „CharitéDENTAL“ Zahnärztlicher Konsildienst innerhalb der Charité

Antragsteller: Prof. Henrik Dommisch, Dr. Alexander Uhrig

Prof. Dr. Henrik Dommisch, Leiter der Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin, und Dr. Alexander Uhrig, Oberarzt der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie am Campus Charité Mitte, sind für das Projekt „CharitéDENTAL – Zahnärztlicher Konsildienst innerhalb der Charité“ mit dem Preis gewürdigt worden. Um Patientinnen und Patienten noch besser auf Organtransplantationen vorzubereiten, die Sicherheit dieses Therapieverfahrens zu erhöhen und das langfristige Therapieergebnis zu verbessern, soll ein mobiles zahnärztliches Einsatzteam für konsiliarische Dienste an der Charité etabliert werden. Hintergrund ist die wissenschaftlich nachgewiesene Wechselwirkung zwischen oralen Entzündungskrankheiten und beispielsweise kardiovaskulären Erkrankungen und Diabetes mellitus einerseits und dem erhöhten Risiko für schwere Infektionskomplikationen unter Immunsuppression andererseits. Das mit 15.650 Euro geförderte Vorhaben dient der nachhaltigen Verbesserung der Krankenversorgung und Etablierung wissenschaftlicher Kooperationen zwischen Medizin und Zahnmedizin innerhalb der Charité.

Mit dem Max Rubner-Preis fördert die Stiftung Charité seit 2008 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innovative Ideen für Projekte einbringen, die der unternehmerischen Weiterentwicklung der Charité dienen sowie einen Mehrwert für die Gesellschaft generieren. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert, mit denen die Gewinnerprojekte finanziell unterstützt werden. Zudem begleitet die Stiftung die Projekte und evaluiert sie abschließend. Ausgeschrieben wird der Preis jedes Jahr im Herbst, die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden Sie im Bewerbungsleitfaden.

Fotos:
Sabine Gudath / Charité