Preisträger 2020

Zwei innovative Projekte der Charité mit dem Max Rubner-Preis 2020 ausgezeichnet

Der Vorstand der Stiftung Charité, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, überreichte beim Neujahrsempfang der Charité am 10. Februar 2020 den mit insgesamt 112.000 Euro dotierten Max Rubner-Preis. Unter den 33 eingereichten Projekten wurden von der Expertenjury zwei Projekte für den Innovationspreis für Veränderer an der Charité ausgewählt.

Projekttitel: PRO-Spine: Patient-Reported Outcome Measurement für eine verbesserte Behandlungsqualität

Antragsteller: Dr. Valerie Kirchberger, Claudia Hartmann, Kathrin Fischer und PD Dr. Matthias Pumberger

Das Projekt „PRO-Spine: Patient-Reported Outcome Measurement für eine verbesserte Behandlungsqualität“ von Dr. Valerie Kirchberger, Claudia Hartmann und Kathrin Fischer von der Abteilung Value-Based Healthcare im GB Strategische Unternehmensentwicklung, sowie PD Dr. Matthias Pumberger vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie (CMSC) wird mit 62.000 Euro gefördert. Ziel des Pilotprojekts im CMSC ist es, eine Methodik zu entwickeln, die die Perspektive der Patienten mit in die Bewertung von Behandlungsergebnissen einbezieht, sodass die Therapie individuell umgesetzt werden kann. Hierfür werden zunächst Messinstrumente und Grenzwerte für eine Verlaufskontrolle definiert. Im nächsten Schritt soll dann ein intelligentes technisches Verfahren integriert werden, das Ärztinnen und Ärzte auf klinisch relevante Veränderungen aufmerksam macht, so dass Patienten bedarfsgerecht erneut zur Sprechstunde in die Klinik eingeladen werden.

Projekttitel: Web-Portal zur Endpunkt-Bewertung klinischer Studien

Antragsteller: Prof. Dr. Friedrich Köhler und Volker Möller

Das Team um Prof. Dr. Friedrich Köhler und Volker Möller vom Arbeitsbereich Kardiovaskuläre Telemedizin wird bei der Entwicklung eines Web-Portals zur Endpunkt-Bewertung klinischer Studien mit 50.000 Euro unterstützt. Das Online-Tool soll es Ärztinnen und Ärzten in sogenannten Endpunkt-Komitees (CEC) ermöglichen, klinische Studien schneller sowie erheblich effektiver auszuwerten, als es bislang in papierbasierten Verfahren üblich ist. Die digitale Erfassung der Endpunktdaten erleichtert zudem die Übertragung in eine Software zur anschließenden biometrischen Analyse. Damit wird zum einen die Qualität von Studien gesichert, zum anderen können klinische Studien schneller in Fachmagazinen veröffentlicht werden. Das Tool basiert auf einem System, das im Rahmen der Telemedizinstudie TIM-HF2 entwickelt wurde und nun technisch so angepasst und weiterentwickelt werden soll, dass auch andere medizinische Fachbereiche der Charité davon profitieren.

Mit dem Max Rubner-Preis fördert die Stiftung Charité seit 2008 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innovative Ideen für Projekte einbringen, die der unternehmerischen Weiterentwicklung der Charité dienen sowie einen Mehrwert für die Gesellschaft generieren. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert, mit denen die Gewinnerprojekte finanziell unterstützt werden. Zudem begleitet die Stiftung die Projekte und evaluiert sie abschließend. Ausgeschrieben wird der Preis jedes Jahr im Herbst, die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Informationen zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren finden Sie im Bewerbungsleitfaden.

Fotos: Charité-Neujahrsempfang 2020 / Fotos: Wiebke Peitz, © Charité