BIH Delbrück Fellows

Überdurchschnittlich qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissen­schaftler sind für die lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung von elementarer Bedeutung und gehören zu den zentralen Leistungsträgern in der Forschung. Ziel der BIH Delbrück Fellowships ist es daher, dem international umworbenen Nachwuchs in der Grundlagenforschung, der derzeit am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) oder der Charité - Universitätsmedizin Berlin forscht, eine mittelfristige Berufs- und Lebensperspektive zu eröffnen, sie an das Berliner Institut für Gesundheitsforschung | Berlin Institute of Health (BIH) zu binden und somit die lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung am BIH aber auch am Wissenschaftsstandort Berlin insgesamt nachhaltig zu stärken.

Anders als bei den üblichen Postdoktoranden-Förderungen erhalten die BIH Delbrück Fellows eine längerfristige Förderung von bis zu fünf Jahren. Die Vergütung ist abhängig von der wissenschaftlichen Qualifikation und orientiert sich am TV-L bzw. TVöD. Das Fellowship umfasst die eigene Stelle sowie einen Forschungskostenzuschuss von monatlich 800 EUR. Es wird erwartet, dass sich die BIH Delbrück Fellows um eine komplementäre Drittmittelförderung zum Aufbau einer eigenen Nachwuchsgruppe bemühen. Die benötigten dienstlichen Räumlichkeiten für die Fellows und gegebenenfalls die aufzubauende Arbeitsgruppe müssen vom MDC bzw. der Charité bereitgestellt werden.

Anträge können von den Leitern einer Einrichtung (Institut, Klinik, Forschungszentren oder Forschungsschwerpunkt) an der Charité sowie leitenden Wissenschaftlern des MDC eingereicht werden. Eine Stellungnahme des BIH-Vorstands wird eingeholt. Förderentscheidungen trifft der Wissenschaftliche Beirat der Privaten Exzellenzinitiative.

Für Bewerbung und Förderung gelten die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis sowie die ethischen Regeln des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms. Die bewilligten Mittel werden als Drittmittel an das BIH gezahlt; das MDC bzw. die Charité werden somit Arbeitgeber der mit den Geldern der Stiftung Charité bezahlten Wissenschaftler bzw. verwalten die gewährten Sachmittel. Des Weiteren gelten die mit der Verleihung zugesandten Bewilligungsgrundsätze der Stiftung Charité.

FÖRDERUNGEN

  • Dr. Prateep Beed, Neurowissenschaftliches Forschungszentrum, Charité, Gastgeber: Prof. Dr. Dietmar Schmitz, Forschungsprojekt: "Cortical circuits in health and disease"
  • Dr. Scott Lacadie, Forschungsgruppe „Bioinformatik der Genregulation“, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Gastgeber: Prof. Dr. Uwe Ohler, Forschungsprojekt: "Dynamics and functions of the enhancer landscape during zebrafish development and cardiogenesis"
  • Dr. Dominik Seelow, Klinisches Forschungszentrum des Exzellenzclusters „NeuroCure“, Charité, Gastgeber: Prof. Dr. Chistian Rosenmund, Forschungsprojekt: "Entwicklung von Software zur Aufklärung monogener Krankheiten durch Gesamtgenomsequenzierung"
  • Dr. Martha E. Sommer, Institut für Medizinische Physik und Biophysik, Charité, Gastgeber: Prof. Dr. Christian Spahn, Forschungsprojekt: "Structural and Functional Analysis of Arrestin-GPCR Complexes"