Johanna Quandt-Professuren

Mit den BIH Johanna Quandt-Professuren fördert die Stiftung Charité herausragende Wissenschaftlerinnen in den Lebenswissenschaften, die bereits wissenschaftliche Unabhängigkeit erreicht haben und auf dem Weg zu international führenden Persönlichkeiten ihres Forschungsgebiets sind.

In den beiden bisherigen Ausschreibungsrunden 2016 und 2019 wurden insgesamt sechs Wissenschaftlerinnen auf BIH Johanna Quandt-Professuren berufen. Ihre weitere Entwicklung zeigt die nachhaltige Wirkung des Programms: Heute bekleiden alle sechs Professorinnen dauerhafte Professuren und wissenschaftliche Führungspositionen. Sie leiten Forschungsprogramme, koordinieren internationale Verbünde und prägen ihre Fachgebiete.

Die Johanna Quandt-Professur war ein Quantensprung für meine berufliche Unabhängigkeit. Sie hat meine wissenschaftlichen Erfolge und meine persönliche Sichtbarkeit auf ein neues Niveau gehoben. Ich halte dieses Format für eine optimale Personenförderung, da es den Ausbau eines eigenen Schwerpunkts in Wissenschaft und Klinik ermöglicht und fördert.Il-Kang Na 

Das Programm setzt strategisch in einer Karriere- und Lebensphase an, in der der Frauenanteil im deutschen Wissenschaftssystem deutlich zurückgeht, und leistet damit einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit in Wissenschaft und Medizin. Es verbindet die Perspektive auf eine dauerhafte Professur mit wissenschaftlicher Eigenständigkeit, langfristiger Planungssicherheit und der Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprofil innerhalb der biomedizinischen und lebenswissenschaftlichen Forschung zu entwickeln.

Die Professuren sind im gemeinsamen Forschungsraum des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung in der Charité (BIH), der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) verankert. Sie stärken die Gesundheitsforschung in Berlin und fördern die Entwicklung innovativer Ansätze an der Schnittstelle von Grundlagenforschung, klinischer Forschung und Anwendung.



Anlässlich des 100. Geburtstags
von Johanna Quandt:

Neue Ausschreibung im Herbst 2026!
 

Die BIH Johanna Quandt-Professorinnen

Im Rahmen der Ausschreibungsrunden 2016 und 2019 wurden insgesamt sechs Wissenschaftlerinnen auf BIH Johanna Quandt-Professuren berufen. Ihre Forschung reicht von digitaler Gehirnsimulation und Präzisionsmedizin über Immuntherapie und Organmodelle bis hin zu Krebsprävention. Gemeinsam haben sie neue Forschungsfelder erschlossen und wichtige Impulse für die translationale Medizin in Berlin gesetzt.

Die Johanna Quandt-Professur hat mir die Freiheit gegeben, ein innovatives, translational ausgerichtetes Forschungskonzept zu entwickeln. Dadurch konnte ich mein wissenschaftliches Profil stärken, meine Karriere konsequent weiterentwickeln und die Verbindung von Forschung und klinischer Anwendung in Berlin stärken.Kirsten Kübler

Erste Ausschreibungsrunde

Prof. Dr. med. Il-Kang Na

BIH Johanna Quandt-Professorin für Therapie-induzierte Re-Modellierung in der Immuno-Onkologie (seit 2017)

Prof. Dr. med. Petra Ritter

BIH Johanna Quandt-Professorin für Brain Simulation (seit 2017)

Prof. Dr. med. Ute Scholl

BIH Johanna Quandt-Professorin für Hypertension und molekulare Biologie endokriner Tumore (seit 2017)

Zweite Ausschreibungsrunde

Prof. Dr. Kathrin de la Rosa

BIH Johanna Quandt-Professorin für Immunmechanismen in der Translation (2021-2024)

Prof. Dr. Sarah Hedtrich

BIH Johanna Quandt-Professorin für Translationale Humane Organmodelle (2021-2024)

Prof. Dr. med. Kirsten Kübler

BIH Johanna Quandt-Professorin für frühe Krebsentwicklung und Krebsprävention (seit 2021)

Was die bisherigen Johanna Quandt-Professuren auszeichnete

Die BIH Johanna Quandt-Professuren verfolgten von Beginn an einen Ansatz, der sich von klassischen Stiftungsprofessuren unterschied. Im Mittelpunkt standen wissenschaftliche Eigenständigkeit, langfristige Karriereperspektiven und die gezielte Förderung herausragender Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in wissenschaftliche Führungspositionen.

Kennzeichnend für das Programm waren:

  • seine internationale Ausschreibung
  • eine verbindliche Verstetigungsperspektive
  • wissenschaftliche Eigenständigkeit
  • eine hohe finanzielle Ausstattung und langfristige Planungssicherheit
  • die Verankerung im gemeinsamen Forschungsraum von BIH, Charité und MDC

Die bisherigen Ausschreibungsrunden waren zudem thematisch offen angelegt. Nicht vorgegebene Fachgebiete, sondern die besten Wissenschaftlerinnen und ihre Ideen standen im Mittelpunkt. Die Professorinnen bestimmten die Ausrichtung ihrer Professur selbst und entwickelten eigenständige Forschungsprofile.

Die Johanna Quandt-Professur leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Chancengleichheit in Wissenschaft und Gesellschaft – einem Ziel, das trotz einiger Fortschritte noch nicht erreicht ist. Gleichzeitig eröffnet ihre thematische Offenheit Raum für innovative, interdisziplinäre Forschungsfelder, die sich häufig außerhalb traditioneller Fachgrenzen entwickeln. Für mich als Wissenschaftlerin im Bereich Digitaler Gehirnzwillinge, an der Schnittstelle von Medizin, Informatik, Mathematik und weiteren Disziplinen, hat die Professur die entscheidende Möglichkeit geschaffen, meine akademische Laufbahn an der Charité und dem BIH fortzuführen und ein zukunftsweisendes Forschungsfeld nachhaltig zu etablieren.“ Petra Ritter

Eine große Besonderheit der Johanna Quandt-Professuren ist in meinen Augen ihre thematische Offenheit. Ich arbeite an der Schnittstelle unterschiedlicher Disziplinen. Die BIH Johanna Quandt-Professur hat es mir ermöglicht, diese Arbeiten in dem herausragenden Berliner Umfeld fortzuführen und auszubauen.“ Ute Scholl

Mit diesem Ansatz verband das Programm Chancengerechtigkeit, wissenschaftliche Exzellenz und strukturelle Innovation. Es griff zentrale Empfehlungen des Wissenschaftsrats auf und setzte früh Maßstäbe für moderne Karrierewege in den Lebenswissenschaften.

Nachhaltige Wirkung für Wissenschaft und Karriere

Die BIH Johanna Quandt-Professuren haben herausragenden Wissenschaftlerinnen wissenschaftliche Eigenständigkeit, langfristige Perspektiven und exzellente Rahmenbedingungen für ihre weitere Entwicklung geboten – und damit Forschung, Institutionen und Karrieren nachhaltig geprägt.

Die geförderten Wissenschaftlerinnen konnten eigenständige Forschungsprogramme aufbauen, internationale Sichtbarkeit erlangen und Führungsverantwortung übernehmen. Heute bekleiden alle sechs Professorinnen dauerhafte Professuren und wissenschaftliche Führungspositionen.

Zugleich haben die Professorinnen das Profil des BIH und der Berliner Lebenswissenschaften insgesamt mitgeprägt und tun dies noch. Sie etablierten neue Forschungsansätze und Forschungsinfrastrukturen, stärkten nationale und internationale Kooperationen und trugen zur wissenschaftlichen Profilbildung des BIH bei.