Inventors for Health

Zum Programm

Das Inventors for Health-Programm wurde erstmals als Pilotprogramm in zwei Runden zwischen 2019 und 2021 ausgeschrieben. Die personenzentrierte Förderung richtete sich an unternehmerisch motivierte Personen, die innovative Ideen für Erfindungen im Bereich der Lebenswissenschaften und der Medizin hatten und diese Ideen einzeln oder in kleineren Teams verfolgen wollten. Inventorinnen und Inventoren konnten grundsätzlich Personen aller Karrierestufen sein. Voraussetzung war ein Hochschulabschluss und eine Beschäftigung am Berliner Institut für Gesundheitsforschung, an der Charité – Universitätsmedizin Berlin oder dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf klinisch tätigen Personen. Nicht-klinisch tätigen Personen, darunter vor allem technisches oder administratives Personal, stand das Programm offen, sofern ihre Idee auf Erfindungen im Bereich der Lebenswissenschaften und der Medizin abzielten.

Insgesamt setzte das Pilotprogramm somit in einem frühen Zeitpunkt des Innovationsprozesses an und förderte die breit ausgelegte Identifikation und Ausarbeitung der frühen Idee, die unternehmerischen Fähigkeiten der Geförderten und vorbereitende Maßnahmen für nachfolgenden Phasen im Innovationsprozess. Das übergreifende Ziel der Förderung bestand in der besseren und schnelleren Überführung von technologischem Potenzial der lebenswissenschaftlichen Forschung in konkrete Lösungen mit medizinischem Nutzen.

Das Konzept der Personenförderung und die professionelle und inhaltliche Begleitung bei der Ausarbeitung der Erfindungsideen haben sich im Ergebnis als besonders wertvoll erwiesen: Nahezu alle Inventors for Health-Teams der Pilotförderung haben eine umfangreiche Anschlussfinanzierung einwerben können, um ihre Entwicklung in die Praxis zu überführen. Bei zwei Teams ist eine Ausgründung geplant.

Der erfolgreiche Abschluss der Pilotphase hat dazu geführt, dass die Stiftung Charité ihr Engagement im Inventors for Health-Programm über das weiterentwickelte detect&dispatch-Prinzip in den kommenden Jahren fortführen wird. Der Ansatz zielt auf ein aktives und breit ausgelegtes Scouting von unentdeckten Anwendungspotenzialen in der biomedizinischen Forschung ab (detect) und beschleunigt die anschließende Überführung dieser Ideen in die Patientenversorgung mit einem intensiven Trainings- und Mentoringprogramm (dispatch).

Das Inventors for Health-Programm wird vom Charité BIH Innovation und SPARK-BIH operativ umgesetzt. Die Mittel für das Programm stammen aus der Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt der Stiftung Charité.

 

Kontakt

Marvin Stolz

Stiftung Charité
Karlplatz 7
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 450 570 - 509
Fax: +49 (0)30 450 7570 - 959
E-Mail: stiftung.charite(at)charite.de

  • Prof. Dr. Philip Bufler, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik f. Pädiatrie m. S. Gastroenterologie, Nephrologie und Stoffwechselmedizin Projektname: "DiaperID - a medical APP for smart stool recognition and newborn screening for biliary atresia“
  • PD Dr. med. Katharina Erb-Eigner, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Radiologie CVK - Kernspintomographie (MRT) Ambulantes Gesundheitszentrum der Charité GmbH CVK - Radiologie, Projektname: "RadioEye - Ein einzigartiges Diagnostic Decision Support Tool für Radiologen"
  • MD Constantin Volkmann, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM, Projektname: "Appsy - Antidepressant medication companion"
  • Dr. med. Jessica Olschewski, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Gynäkologie, Projektname: "(Pre-Education) - Patient empowerment through automated digital education of gynaecological patients on the course of treatment"
  • PD Dr. Angela Moreira Borralho Relogio, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institute for Theoretical Biology (ITB) and Molekulares Krebsforschungszentrum (MKFZ), Projektname: "TimeTeller: A non-invasive method for the molecular and computational characterization of the internal biological clock in humans"
  • Dr. med. Boris Schmitt, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Pädiatrie m.S. Kardiologie, Projektname: "OGGLUEDER - closure of defects in congenital heart diseases by means of gluing"